Welche rechtlichen Risiken bestehen grundsätzlich bei einer Veröffentlichung eigener OSS?

Es bestehen keine Risiken bezogen auf den Verlust eigener Rechte, da keine eigenen Rechte (Urheber, Verwertung, etc.) abgegeben werden. Rechtliche Risiken können grundsätzlich aber bezogen auf eine mögliche Verletzung der Rechte Dritter bestehen.

  • OSS nutzende Unternehmen könnten auf Gewährleistungs- oder Haftungsansprüche verweisen. Jedoch übernehmen die gängigen Open Source Lizenzen keinerlei Garantie für die Funktionstüchtigkeit und Fehlerfreiheit der Software, so dass der Anwender (Nutzer) das volle Risiko beim Einsatz trägt.
  • Unternehmen und Einzelentwickler, deren Software in der veröffentlichten OSS enthalten ist, könnten Ansprüche stellen. Da selbst erstellte Software in der Regel andere OSS enthält, muss bei der Veröffentlichung an exponierter Stelle darauf verwiesen werden. Dieser Verweis oder die Erwähnung eines konkreten Produktes könnte vergessen werden. Oder veröffentlichte Software könnte versehentlich vorgenommene Änderungen enthalten oder gar proprietäre Software. Zudem könnten enthaltene Lizenzen nicht zueinander kompatibel sein.
  • Die Rechte interner oder externer Mitarbeiter eines veröffentlichenden Unternehmens könnten nicht geklärt sein. Die letzten beiden Aspekte werden explizit durch Tossca adressiert. Absolute Sicherheit gibt es bei der Veröffentlichung von OSS wie in vielen anderen Themenbereichen nicht. Aber die Risiken sind durch Verträge sowie die Einhaltung von Regeln sehr gut beherrschbar.